Welches ROG Xbox Handheld kaufen? Ally oder Ally X im direkten Vergleich
Stellt man den ROG Xbox Ally und den Ally X nebeneinander, lässt sich kaum erkennen, welcher welcher ist. Gleiches Gehäuse, gleicher 7-Zoll-Bildschirm mit 120 Hz, gleiche Griffe und Tastenanordnung im Xbox-Stil, und auch das Systemerlebnis ist völlig identisch. Nimmt man mit geschlossenen Augen eines der beiden Geräte in die Hand, merkt man weder im Gefühl noch im Eindruck einen Unterschied.
Der eigentliche Unterschied verbirgt sich unter dem Gehäuse. Der Einstiegs-Ally arbeitet mit einem stromsparenden Vierkern-Chip, etwa auf dem Niveau des Steam Deck. Indie-Spiele, ältere Titel und leichtere Game-Pass-Produktionen laufen problemlos, doch mit neuen AAA-Blockbustern ist er schnell überfordert. Der Ally X dagegen setzt direkt auf einen Acht-Kern-Flaggschiff-Chip, der angeschlossen ans Netzteil seine volle Leistung entfaltet.
Gestaffelte Ausstattung mit klarer Absicht
Auch jenseits der Leistung ist die Rollenverteilung bei der Ausstattung eindeutig. Beim Ally sind Arbeitsspeicher und Speicherplatz gerade ausreichend. Die 16 GB RAM stoßen bei texturintensiven Open-World-Spielen leicht an ihre Grenzen, und nach der Installation einiger moderner Großproduktionen wird der Speicherplatz knapp. Der Ally X ist in beiden Punkten deutlich großzügiger ausgestattet. Mit 24 GB schnellem Arbeitsspeicher und 1 TB Speicher eignet er sich eher als langfristiges Hauptgerät.
Auch bei der Akkukapazität liegt das X-Modell vorn. Zwar verlängert sich die Laufzeit wegen des höheren Verbrauchs des großen Chips nicht im gleichen Verhältnis, im Alltag hält er aber dennoch spürbar länger durch.
Die Anschlüsse sind eine weitere Wasserscheide. Der Ally deckt mit seinen Ports nur grundlegende Anforderungen ab, während der Ally X über einen Anschluss auf Thunderbolt-4-Niveau verfügt. Wer einen hochfrequenten Monitor oder ein externes Grafik-Dock anschließen möchte, kann dies nur mit diesem Modell tun.
Auch im Detail wurde an alles gedacht. Die Impuls-Trigger des X bringen die Vibration direkt in die Schultertasten. Bei langen Renn- oder Shooter-Sessions ist der Unterschied an den Fingerspitzen deutlich spürbar. Was die Farbe betrifft, ist Weiß der Ally und Schwarz der Ally X. Das ist die direkteste Art, die beiden auseinanderzuhalten.
Wer sollte welches Gerät kaufen
Die Wahl ist eigentlich nicht schwer. Wer vor allem Cloud-Gaming und Streaming, Indie-Titel aus dem Game Pass und moderate lokale Unterhaltung sucht, für den ist der ROG Xbox Ally das preiswerte Ticket. Der Preis ist freundlich, und an der Handhabung gibt es nichts auszusetzen.
Wer aber ernsthaft vorhat, die neuesten AAA-Blockbuster lokal zu spielen und die Grafik nicht auf ein gerade noch erträgliches Niveau herunterschrauben will, für den ist der Ally X die passendere Wahl. Das zusätzliche Geld kauft einen echten Generationsunterschied beim Chip, eine großzügigere Ausstattung und ein Spielerlebnis, bei dem man in den nächsten zwei bis drei Jahren keine Abstriche bei der Grafik machen muss.

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