Leica T vs. TL vs. TL2: Die APS-C-Kameras im Generationen-Vergleich

Als Leicas gelungener Einstieg in das Segment der spiegellosen APS-C-Systemkameras mit Touch-Bedienung verkörpern diese drei Modelle – die Leica T (Typ 701), TL und TL2 – ein minimalistisches, fließendes Designkonzept und bringen in jeder Hinsicht tiefgreifende Innovationen mit sich. Ganz gleich, ob Sie den Kauf einer gebrauchten Kamera in Erwägung ziehen oder einfach nur neugierig auf die spiegellosen Systemkameras von Leica sind: Dieser Artikel hilft Ihnen dabei, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihnen zu verstehen.

 


Gemeinsamkeiten: Was sie verbindet

Alle drei Kameras teilen dieselbe Kern-DNA. Sie verfügen über ein präzise verarbeitetes Aluminiumgehäuse, das aus einem einzigen Block gefräst wurde. Das verleiht ihnen eine hochwertige Haptik, die genau die Essenz von Leica ausmacht. Das Design ist schlicht und schnörkellos. Es gibt keinen eingebauten Sucher (ein elektronischer Aufstecksucher ist jedoch optional erhältlich), stattdessen erfolgt die Bedienung über ein großes 3,7-Zoll-Touchscreen-LCD.

 

Sie nutzen das Leica L-Bajonett und sind daher mit TL- und TL2-Objektiven sowie mit SL-Objektiven (im APS-C-Modus) kompatibel. Über einen Adapter lassen sich sogar M-Objektive verwenden. Diese Vielseitigkeit ist ein großer Vorteil für Fotografen, die flexibel bleiben möchten. Alle Modelle bieten eine Wi-Fi-Verbindung, eine solide Verarbeitung und eine intuitive, primär auf den Touchscreen ausgerichtete Benutzeroberfläche. Die Bildstabilisierung erfolgt über das Objektiv, da kein gehäuseinterner Bildstabilisator verbaut ist, und sie liefern die klassische Leica-Farbwiedergabe, die von Fotoliebhabern so geschätzt wird.

 

Die Akkulaufzeit, die Ergonomie und die kompakten Abmessungen für unterwegs sind über die gesamte Produktlinie hinweg sehr ähnlich. 

 

Die Hauptunterschiede: Die Evolution der Generationen

Leica T (Typ 701) – Der Pionier

Dies ist das Modell, mit dem alles begann. Sie ist mit einem 16-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor ausgestattet, bietet einen ISO-Wert von bis zu 12.500 und unterstützt Serienbildaufnahmen mit 5 Bildern pro Sekunde sowie Full-HD-Videos mit 30 fps. Der interne Speicher beträgt 16 GB, zudem ist ein ausklappbarer Blitz an Bord. Für damalige Verhältnisse war die Autofokus-Leistung solide, die Serienbildgeschwindigkeit ist im Vergleich zu den Nachfolgern jedoch etwas langsamer. Sie ist das puristischste der drei Modelle. Durch jahrelange Firmware-Updates wurde der Autofokus kontinuierlich verbessert und Funktionen wie eine optimierte App-Anbindung hinzugefügt.

 

Leica TL – Das feingeschliffene Upgrade

Die TL ist im Wesentlichen eine Weiterentwicklung der T. Sie behält den gleichen 16-Megapixel-Sensor bei, verdoppelt jedoch den internen Speicher auf 32 GB. Zu den subtilen Verbesserungen gehören leicht optimierte Autofokus-Algorithmen im Serienbildmodus, eine verbesserte mobile App sowie eine neue Gehäusefarbe (Titan). Auch das Menüsystem wurde verfeinert, was die Bedienung im Alltag flüssiger macht. Viele Fotografen sind der Meinung, dass sich die T und die TL in puncto Bildqualität und Handhabung extrem ähneln. Wer nicht gerade extremes Pixel-Peeping betreibt, wird kaum einen Unterschied bemerken.

 

Leica TL2 – Der große Sprung nach vorn

Mit der TL2 folgte schließlich der große Sprung auf einen 24-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor, der einen besseren Dynamikumfang und eine stärkere Low-Light-Performance mit ISO-Werten bis zu 50.000 bietet. Dank des Maestro-II-Bildprozessors ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich höher. Das ermöglicht Serienbilder mit 7 fps über den mechanischen beziehungsweise 20 fps über den elektronischen Verschluss, einen schnelleren Autofokus mit 49 Messfeldern sowie eine erheblich verbesserte 4K-Videofunktion mit 30 fps.

 

Darüber hinaus bringt sie einen lautlosen elektronischen Verschluss (bis zu 1/40.000 Sekunde), eine optimierte JPG- und RAW-Verarbeitung, das personalisierbare Favoritenmenü „MyCamera“ und einen USB-C-Anschluss mit. Das Gehäusedesign ist noch minimalistischer gestaltet, sodass einige Tasten sogar komplett unbeschriftet sind, und der integrierte Blitz wurde gestrichen.

 

>>>Hochkapazitäts-Akku BP-DC13 für Leica T (Typ 701) Leica TL & Leica TL2 | 7.2V 8.31V 

 

Für Fotografen, die das haptische Erlebnis schätzen, aber keine Höchstgeschwindigkeit benötigen, bieten die T und die TL auch heute noch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn Sie hingegen moderne Auflösung, starke Low-Light-Eigenschaften und zeitgemäße Videofunktionen suchen, ist die TL2 die bessere Wahl.

 

Diese Kameras sind sicherlich nicht für jeden das Richtige. Doch wenn Sie ein Faible für erstklassig verarbeitete Leica-Kameras mit Touch-Bedienung haben, kann jedes dieser Modelle Ihre Leidenschaft für die Fotografie neu entfachen.

评论

此博客中的热门博文

Chainway C66 Akku platt? Schritt-für-Schritt-Anleitung für den sicheren Austausch

Schluss mit kurzen Flügen! Warum ein Ersatzakku für die DJI Avata 360 den Flugspaß verdoppelt