PEAQ Classic C150 im Check: Akku wechseln oder neues Notebook kaufen?
Wer ein PEAQ Classic C150 besitzt und überlegt, den Akku zu tauschen, kann das Fazit vorwegnehmen: In den meisten Fällen lohnt es sich nicht.
Was das Gerät einmal war
Das Classic C150 ist ein 2020 von PEAQ herausgebrachtes Eigenmarken-Modell, das von Trekstor gefertigt wurde. Es ist mit einem 15,6-Zoll-FHD-IPS-Display ausgestattet und war wahlweise mit einem i3-5005U oder einem i7-6560U/7560U erhältlich. Der Arbeitsspeicher umfasst 8 GB fest verlöteten LPDDR3-RAM.
Damals war es ein solides Office-Notebook mit einer Akkulaufzeit von etwa vier bis acht Stunden, auch wenn das Kunststoffgehäuse nicht besonders robust gebaut war.
Was nach wie vor brauchbar ist
Völlig wertlos ist das Gerät nicht. Das Display eignet sich weiterhin gut für einfache Anwendungen. Zudem bietet ein zusätzlicher M.2-Steckplatz eine günstige Aufrüstmöglichkeit, sollte die originale SSD ihr Lebensende erreichen. Ein kompatibler Dritthersteller-Akku ist mit rund 40 bis 80 Euro ebenfalls nicht teuer.
Sind Scharniere, Tastatur und Mainboard noch intakt und wird das Gerät nur für Word, wenige Browser-Tabs oder Netflix genutzt, lässt sich die Videowiedergabezeit mit einem neuen Akku wieder auf vier bis fünf Stunden bringen.
Das eigentliche Problem
Das Hauptproblem liegt jedoch nicht beim Akku. Der offizielle Support für Windows 10 endete 2025, und Core-Prozessoren der 5. bis 7. Generation werden von Windows 11 nicht offiziell unterstützt. Eine erzwungene Installation bringt das Risiko fehlender Sicherheitsupdates und Treiberprobleme mit sich.
Im Vergleich zu aktuellen N-Serien- oder Ryzen-7000U-Prozessoren fällt die Arbeitsgeschwindigkeit spürbar ab. Wi-Fi 5, fest verlöteter 8-GB-RAM sowie das Fehlen von USB-C und Modern Standby sind Einschränkungen, die schon 2020 bestanden.
Kommen ein aufgeblähter Akku, gebrochene Scharniere und eine verschlissene SSD zusammen, übersteigen die Gesamtreparaturkosten schnell den Restwert des Geräts.
Neue Alternativen in der gleichen Preisklasse
Im Preisbereich von 270 bis 480 Euro bieten 15-Zoll-Einsteigermodelle von Lenovo, Acer, Samsung, Medion und HP in der Regel einen Ryzen 5 oder einen vergleichbaren Prozessor, 16 GB Arbeitsspeicher, 512 GB Speicherplatz, Wi-Fi 6, USB-C und ein offizielles Windows 11.
Im Vergleich dazu setzen aktuell erhältliche PEAQ-Modelle dieser Klasse meist noch auf Celeron- oder Pentium-Silver-Prozessoren mit nur 4 GB RAM. Sie werden zwar mit Windows 11 ausgeliefert, hinken leistungstechnisch aber deutlich hinterher.
Wann sich ein Akkutausch lohnt
Ein Akkutausch ist nur dann sinnvoll, wenn das C150 abgesehen vom Akku keine weiteren Schäden aufweist und die Gesamtkosten inklusive Werkzeug 60 Euro nicht überschreiten.
Wer das neueste Windows benötigt, häufig Videocalls führt oder an viele offene Chrome-Tabs gewöhnt ist, investiert das Geld besser direkt in ein neues 15,6-Zoll-Einsteiger-Notebook.
Weiteres Geld in Mainboard, Display oder Tricks zur Windows-11-Installation zu investieren, rechnet sich nicht. Der Markt hat sich gedreht, und selbst die günstigsten neuen 15-Zoll-Office-Notebooks übertreffen dieses alte Gerät heute in fast allen Alltagsdisziplinen.

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