Lenovo ThinkPad T16 Gen 3 vs. Gen 4: Lohnt sich das Upgrade?
Das ThinkPad T16 ist seit jeher das 16-Zoll-Arbeitspferd in Lenovos Business-Portfolio und fügt sich problemlos in jede Umgebung ein – vom Schreibtisch im Hotelzimmer bis zum Klapptisch im Flugzeug. Die dritte Generation des T16 erschien vor zwei Jahren mit Intels ersten Core-Ultra-Prozessoren. Mittlerweile ist die vierte Generation auf dem Markt, ausgestattet mit der zweiten Generation der Intel-Core-Prozessoren. Was jedoch noch schwerer wiegt: Sie bietet wieder eine Prozessor-Option mit AMD Ryzen AI PRO.
Falls Sie das T16 Gen 3 noch im Handel finden: Sollten Sie zuschlagen oder lieber direkt zur vierten Generation greifen?
Was zeichnet das T16 Gen 3 aus?
Es handelt sich um ein klassisches ThinkPad der T-Serie und keineswegs um ein ultradünnes Leichtgewicht. Die typischen Abmessungen liegen bei etwa 360 × 251 mm bei einer Gehäusedicke von rund 20 mm. Das Notebook bietet die gewohnte Klassiker-Ausstattung der ThinkPad-Reihe: eine hervorragende Tastatur, den TrackPoint, ein Touchpad mit glasähnlicher Oberfläche, ein 180-Grad-Scharnier, die Webcam-Abdeckung Privacy Shutter, einen echten RJ45-Ethernet-Anschluss sowie Thunderbolt-4-Ports.
Die meisten Display-Konfigurationen setzen auf ein entspiegeltes IPS-Panel mit einer Auflösung von 1920 × 1200 Pixeln. Alternativ steht ein 4K-OLED-Bildschirm zur Auswahl. Sämtliche Panels verzichten jedoch auf hohe Bildwiederholraten. Wenn Sie bisher ein Consumer-Notebook genutzt haben, dürfte das im Alltag der größte Kritikpunkt sein.
Im Inneren arbeiten Intel-Core-Ultra-5/7-Prozessoren der ersten Generation (U- oder H-Reihe) mit integrierter Grafikkarte. Für ein 16-Zoll-Gehäuse ist die Dauerleistung mit den populären U-Prozessoren lediglich passabel. Die H-Prozessoren bieten etwas mehr Leistung, allerdings handelt es sich hierbei keinesfalls um eine Workstation. Die Akkulaufzeit ist ordentlich, zählt jedoch nicht zur absoluten Spitze ihrer Klasse.
T16 Gen 3 vs. T16 Gen 4: Was hat sich konkret verbessert?
Die vierte Generation verändert bei Funktion und Optik kaum etwas, hebt aber die zugrundeliegende Plattform auf ein neues Niveau.
Auf der Intel-Seite bietet Lenovo neuere Core-Ultra-200-Prozessoren, einen austauschbaren 86-Wh-Akku, optionales Wi-Fi 7, leicht vom Nutzer austauschbare Komponenten sowie ein stromsparendes Display mit bis zu 500 Nits Helligkeit und 100 % sRGB-Farbraumabdeckung.
Noch spannender fällt die AMD-Variante aus. Sie bietet Optionen für Ryzen-AI-PRO-Prozessoren, Radeon-Grafik und bis zu 128 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Im Praxisbetrieb erreicht sie eine Akkulaufzeit von rund 17 Stunden und bleibt dabei vergleichsweise leise.
Lohnt sich das ThinkPad T16 Gen 3 heute noch?
Kurz gesagt: Der Preis entscheidet.
Für Anwendungsbereiche wie Tabellenkalkulationen, viele offene Browser-Tabs, Teams-Meetings, einfache Bildbearbeitung und Geschäftsreisen bleibt die dritte Generation weiterhin ein leistungsstarkes Arbeitsgerät. Seine Tastatur und Anschlüsse sind keineswegs veraltet.
Für einen Neukauf ist die vierte Generation jedoch die sicherere Wahl, besonders wenn Sie planen, das Gerät vier oder fünf Jahre lang zu nutzen.

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