Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016): Lohnt sich ein Akku-Tausch noch?
Wenn Sie das Samsung Galaxy Tab A 10.1 aus dem Jahr 2016 immer noch nutzen, hat es sich definitiv mehr als bezahlt gemacht. Damals war es ein wirklich solides Mittelklasse-Gerät mit einer hervorragenden Akkulaufzeit von bis zu 13 Stunden und einer beeindruckenden Videowiedergabedauer.
Doch seit 2016 ist mittlerweile ein Jahrzehnt vergangen, was in der Welt der Elektronik eine gefühlte Ewigkeit ist. Wenn Ihr treuer Begleiter also ständig ruckelt oder sich gar nicht mehr aufladen lässt, stellt sich die Frage: Lohnt es sich noch, Geld in einen neuen Akku zu investieren, oder sollten Sie das Gerät lieber in den Ruhestand schicken?
Hier ist meine Einschätzung, nachdem ich Kosten, Risiken und die Realität beim Betrieb eines zehn Jahre alten Tablets genauer unter die Lupe genommen habe.
Der Preis: Überraschend günstig
Ein Ersatzakku für das Tab A 10.1 (Modellbezeichnung EB-BT585ABE) kostet je nach Anbieter in der Regel zwischen 20 und 40 Euro. Manche Drittanbieter verkaufen zudem Do-it-yourself-Sets, die bereits das nötige Werkzeug enthalten.
Wenn Sie ein Händchen für die Reparatur von Elektronikgeräten haben, ist der Selbstaustausch unschlagbar günstig. Trauen Sie sich das nicht zu, verlangen Reparaturwerkstätten inklusive Arbeitslohn meist insgesamt 50 bis 100 Euro.
Die Nachteile: Das Tablet ist schlicht veraltet
Und genau hier liegt der Haken.
Erstens wurde der Software-Support längst eingestellt. Das Tab A 10.1 wurde mit Android Marshmallow ausgeliefert und hat offiziell nur ein Update auf Android 8.1 Oreo erhalten. Das war’s. Kein Android 9, kein Android 10 und natürlich keine der praktischen Funktionen von One UI. Im Jahr 2026 setzen die meisten Apps eine deutlich neuere Android-Version voraus, und die Sicherheitspatches sind seit Jahren veraltet. Mit diesem Tablet im Internet zu surfen ist in etwa so, als würde man seine Haustür unverschlossen lassen.
Zweitens lässt die Leistung stark zu wünschen übrig. Der Exynos-7870-Prozessor und die 2 GB Arbeitsspeicher waren schon damals nicht auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt, und nach zehn Jahren zeigen sie erst recht deutliche Alterserscheinungen. Im Grunde reicht das Gerät heute nur noch für einfaches Web-Surfen, Streaming-Apps und grundlegendste Aufgaben. Auch ein neuer Akku kann an dieser schwachen Leistung nichts ändern.
Wann lohnt es sich trotzdem?
Wenn Sie das Gerät nur noch für einen einzigen Zweck nutzen – etwa als reinen E-Reader, als Kinder-Tablet für Offline-Videos oder als Steuerzentrale fürs Smart Home. Oder wenn Sie schlichtweg eine emotionale Bindung zu dem Gerät haben.
In solchen Fällen können Sie das Risiko eingehen, etwa 25 Euro für einen Akku auszugeben und selbst Hand anzulegen. Wenn der alte Freund dadurch noch ein weiteres Jahr durchhält, fühlt sich das durchaus lohnenswert an.
Fazit
Dieses Tablet hat bereits zehn Jahre auf dem Buckel. Es steckt auf Android 8.1 fest und läuft extrem langsam. Wenn Sie geschickt mit dem Schraubenzieher umgehen können und das Tablet hauptsächlich für eine ganz bestimmte Offline-Aufgabe nutzen, dann reparieren Sie es ruhig. Für die allermeisten Nutzer lohnt sich eine Reparatur jedoch nicht mehr.
Manchmal ist die klügste Entscheidung eben nicht die Reparatur, sondern zu wissen, wann es Zeit ist, Abschied zu nehmen.

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