Hikmicro Thunder 3.0 im Test: Lohnt sich das Upgrade vom Thunder 2.0?
Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich ein Wärmebild-Vorsatzgerät zuzulegen, oder über ein Upgrade von der Thunder 2.0- auf die 3.0-Serie nachdenken, fragen Sie sich bestimmt: Was unterscheidet die beiden Generationen eigentlich voneinander? Und noch wichtiger – kann ich mein vorhandenes Zubehör weiterverwenden?
Nachdem wir die technischen Daten genauer unter die Lupe genommen haben, finden Sie hier alles, was Sie wissen müssen.
Vom eigenständigen Zielfernrohr zum reinen Vorsatzgerät
Zuallererst sollten Sie wissen, dass Hikmicro die Positionierung der Thunder 3.0-Serie geschärft hat. Während die Thunder 2.0-Serie sowohl eigenständige Wärmebild-Zielfernrohre als auch Vorsatzgeräte umfasste, besteht die 3.0-Serie ausschließlich aus Vorsatzgeräten. Wenn Sie also auf der Suche nach einem reinen Wärmebild-Zielfernrohr sind, sollten Sie eher die Stellar 3.0-Serie oder andere eigenständige Modellreihen von Hikmicro in Betracht ziehen.
Auch die Modellpalette der 3.0-Serie wurde gestrafft. Sie umfasst das TH35C mit einem Sensor mit 384×288 Pixeln sowie drei TQ-Modelle mit einer Auflösung von 640×512 Pixeln (TQ35C, TQ50C und TQ50CL). Beim TQ50CL ist zudem erstmals ein integrierter Laserentfernungsmesser mit an Bord.
Das Display: Das spürbarste Upgrade
Hikmicro hat die Displayauflösung bei der 3.0-Serie von 1024×768 auf 1920×1080 Pixel angehoben. In der Praxis bedeutet das: Sie können die Vergrößerung Ihres Tageslicht-Zielfernrohrs höher drehen, ohne dass das Bild verpixelt.
Wenn Sie häufig auf größere Distanzen jagen oder einfach das schärfste Wärmebild suchen, ist dieser Punkt allein schon ein überzeugender Grund für ein Upgrade.
Farbmodi und Personalisierung
Das Thunder 2.0 bot vier Farbmodi: Black Hot, White Hot, Red Hot und Fusion. Bei der Version 3.0 kommen Monochrom-Rot und Monochrom-Grün hinzu, was insgesamt sechs Modi macht.
Noch wichtiger ist jedoch, dass die Version 3.0 anpassbare Farbmodi einführt. Sie können nun festlegen, welche Farbpaletten aktiviert sein sollen, und bequem durch Ihre Favoriten wechseln, ohne durch ungenutzte Paletten schalten zu müssen.
Ergonomie und Design
Das Thunder 3.0 ist etwas kürzer und kompakter als das 2.0 und lässt sich dadurch leichter in der Tasche verstauen. Hikmicro hat zudem die Einschalttaste der 3.0-Serie nach unten links verlegt. Falls Sie beim Bedienen der Funktionstasten schon einmal versehentlich auf den Ein-/Ausschalter gekommen sind, verhindert diese Änderung das in Zukunft zuverlässig.
Sind die Zubehörteile noch kompatibel?
Ja, die meisten wichtigen Zubehörteile bleiben kompatibel. Der Akku HM-3644DC und das Thunder 2.0-Ladegerät funktionieren für beide Generationen. Hikmicro nutzt für beide Produktlinien denselben Akku.
Beide Generationen nutzen ein M52×0,75-Gewinde für die Montage von Adaptern. Adapter für das Thunder 2.0 passen somit auch auf die 3.0-Modelle. Allerdings könnten das etwas kürzere Gehäuse und die überarbeitete Ergonomie der 3.0-Modelle die Montageposition auf der Büchse verändern. Es empfiehlt sich daher, den Augenabstand und den Freiraum bei der Montage individuell zu überprüfen.
Das Okular des 2.0 lässt sich jedoch nicht mit dem 3.0 nutzen und umgekehrt. Wenn Sie die Flexibilität einer Dual-Use-Nutzung benötigen, müssen Sie das für Ihre jeweilige Generation passende Okular erwerben.
Lohnt sich das Upgrade?
Wenn Sie bereits ein zuverlässiges Thunder 2.0 nutzen und hauptsächlich auf mittlere Distanzen bei guten Bedingungen jagen, spüren Sie diese Verbesserungen womöglich kaum.
Wenn Sie jedoch das schärfste und detailreichste Wärmebild suchen, Funktionen wie Aufnahmen mit eingeblendetem Absehen sowie anpassbare Farbpaletten schätzen oder ohnehin vor einem Neukauf stehen und die neueste Ergonomie sowie die verbesserte Benutzeroberfläche nutzen möchten, dann ist die 3.0-Serie zweifellos die bessere Wahl.

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