Datalogic Skorpio X3 vs. X4 im Vergleich: Unterschiede, Akkus & Kaufberatung
Der Skorpio X4 kam nach der Einstellung des X3 um das Jahr 2018 herum als dessen direkter Nachfolger auf den Markt. Er behielt das gewohnte kompakte und robuste Design des X3 bei, verpasste dem Gerät jedoch mehrere entscheidende Upgrades.
Identisch sind die beiden Modelle allerdings nicht. Werfen wir einen genauen Blick auf die wesentlichen Unterschiede.
Hardware-Unterschiede: Ein Generationensprung
Der Skorpio X3 nutzt noch den älteren XScale-PXA310-Prozessor mit 624 MHz, gepaart mit 512 MB RAM und 256 MB Flash-Speicher. Vorinstalliert ist Windows Embedded Handheld 6.5 – was im Jahr 2012 durchaus passabel war, heute jedoch längst veraltet ist. Das Display misst 3,2 Zoll bei einer QVGA-TFT-Auflösung, während die Drahtlosverbindung maximal 802.11a/b/g sowie Bluetooth 2.1 + EDR unterstützt.
Der einige Jahre später erschienene Skorpio X4 wurde hingegen auf einen TI OMAP4-Prozessor mit 1 GHz aufgerüstet. Laut Datalogic bietet dieser eine etwa dreifache CPU-Geschwindigkeit und eine rund siebenfach höhere Lese- und Schreibleistung beim Arbeitsspeicher. Der RAM wurde auf 1 GB verdoppelt, und der Flash-Speicher wuchs auf 8 GB an. Auch die Drahtlosverbindung erhielt ein spürbares Upgrade auf 802.11a/b/g/n mit MIMO-Unterstützung sowie Bluetooth 4.0. Beim Betriebssystem steht nun neben Windows Embedded Compact 7 auch Android 4.4 zur Auswahl. Beim Bildschirm gab es beim Skorpio X4 allerdings keine Verbesserungen, er verbaut weiterhin ein 3,2-Zoll-QVGA-Panel.
Kurz gesagt: Der X4 lädt große Inventardatenbanken deutlich schneller, unterstützt moderne Wi-Fi-Netzwerke besser und bietet eine Android-Option, falls Sie sich von Windows Mobile lösen möchten. Der X3 lässt sich zwar immer noch einsetzen, wirkt im Vergleich zum X4 aber spürbar gealtert, wenngleich er ebenso zuverlässig bleibt.
In anderen Bereichen hat Datalogic kaum Veränderungen vorgenommen. Der X4 ist weiterhin mit dem Großteil des X3-Zubehörs kompatibel, etwa mit Holstern, Handschlaufen oder sogar Fahrzeughalterungen. Auch das Tastaturlayout blieb unverändert. Beide Modelle werden in drei Ausführungen angeboten: mit alphanumerischer 50-Tasten-Tastatur, Funktions-Tastatur mit 38 Tasten und numerischer 28-Tasten-Tastatur. Lediglich bei der Sturzfestigkeit hat der Skorpio X4 zugelegt und hält nun Stürzen aus 1,8 Metern (6 Fuß) stand, was 30 Zentimeter mehr sind als beim X3.
Nutzen beide Geräte dieselben Akkus?
Ja. Trotz der unterschiedlichen internen Hardware verwenden der Skorpio X3 und X4 exakt dieselben Akkus. Datalogic hat die Bauform und die Anschlüsse zwischen den Generationen nicht verändert.
Ihnen stehen zwei Akkuoptionen zur Auswahl:
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Standard-Akku: 3,7 V, 3.000 mAh, Teilenummer 94ACC0048 (oder BT-0015). Er ist leichter und gehört zur Standardausstattung der Handheld-Modelle.
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Hochleistungs-Akku: 3,7 V, 5.200 mAh, Teilenummer 94ACC0046 (oder BT-0016), ideal für längere Arbeitsschichten.
Wenn Sie eine 10-stündige Schicht im Lager mit durchgehendem Scannen bewältigen müssen, ist der 5.200-mAh-Akku klar die beste Wahl. Für den leichteren Einsatz im Einzelhandel, wo das Gerät die Hälfte des Tages im Holster steckt, spart der 3.000-mAh-Akku Gewicht und schont bei langen Inventuren das Handgelenk.
Welches Modell sollten Sie wählen?
Ehrlich gesagt sind beide Geräte nicht mehr taufrisch. Der Skorpio X4 selbst ist schon seit fast einem Jahrzehnt auf dem Markt, und der X3 ist noch älter. Wenn Sie eine bestehende Geräteflotte warten und lediglich Ersatzakkus benötigen, ist die Sache unkompliziert.
Falls Sie jedoch neue Geräte für einen frischen Einsatz anschaffen möchten, sind neuere Reihen wie der Memor oder die Skorpio-X5-Serie von Datalogic vermutlich die bessere Wahl. Auf dem Gebrauchtmarkt bietet der X4 dank seiner Android-Option und des schnelleren Prozessors jedoch das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber dem X3, sofern der Preisunterschied gering ausfällt.

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