Yaesu FT-70D vs. FT-60R vs. FT-5DR: Welches Handfunkgerät lohnt sich wirklich?

Wenn Sie nach einer erschwinglichen Möglichkeit suchen, die digitale Sprachfunktion System Fusion von Yaesu zu erleben, ohne den hohen Preis eines Flaggschiff-Modells zahlen zu müssen, ist das FT-70D (in Nordamerika als FT-70DR und in Europa als FT-70DE bekannt) die ideale Wahl für Sie.


Dieses kompakte Dualband-Handfunkgerät (144/430 MHz) unterstützt sowohl den klassischen analogen FM-Modus als auch die digitale C4FM-Kommunikation. Welche Rolle spielt es also in der Handfunkgeräte-Familie von Yaesu? Dieser Artikel bietet einen kurzen Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zu anderen Modellen.

 

Die FT-70-Serie im Überblick

Die Modelle FT-70D, FT-70DR und FT-70DE sind im Grunde baugleich. Es gibt lediglich geringfügige regionale Anpassungen bei den Sendefrequenzen, um den örtlichen Vorschriften zu entsprechen. Alle Versionen bieten eine Ausgangsleistung von 5 Watt, einen lautstarken 700-mW-Frontlautsprecher, Staub- und Spritzwasserschutz nach IP54 sowie die praktische automatische Modusauswahl (AMS), die digitale oder analoge Signale automatisch erkennt.

 

Zudem verfügen sie über einen digitalen Gruppenmonitor (GM) mit DG-ID-Codes, was Gruppen-Chats erheblich erleichtert. Der Empfangsbereich liegt bei 108 bis 580 MHz. Der Hauptunterschied zwischen den Versionen DR und DE liegt lediglich in den Grenzen der Amateurfunkbänder, was sich im Alltag jedoch nicht bemerkbar macht.

 

Die Gemeinsamkeiten

Die Handfunkgeräte-Serien von Yaesu (darunter das FT-60R, FT-70D, FT-5DR sowie ältere Digitalmodelle) teilen folgende bewährte Eigenschaften:

  • Zuverlässige 5-Watt-Leistung auf VHF/UHF sowohl im Relais- als auch im Simplex-Betrieb.

  • Robuste Verarbeitung und das vertraute Yaesu-Menüsystem.

  • Unterstützung von CTCSS, DCS, Suchlauf (Scanning) und Wetterwarnungen.

  • Die Digitalmodelle (FT-70D und FT-5DR) bieten die gewohnt klare C4FM-Audioqualität in Verbindung mit Fusion-Relais und Hotspots.

  • Firmware-Updates sind über USB möglich, zudem gibt es ein umfassendes Ökosystem an Zubehör wie Lautsprechermikrofone oder Programmiersoftware.

 

Stärken und Schwächen des FT-70D

Im Vergleich zum klassischen FT-60R (dem analogen Vorgänger)

Das FT-60R ist ein reines analoges FM-Funkgerät, das mit NiMH-Akkus betrieben wird. Es bietet einen breiteren Empfangsbereich von bis zu fast 1 GHz. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Behördenfunk oder andere Funkdienste abhören möchten. Das FT-70D hingegen erweitert die Ausstattung um die volle digitale C4FM-Funktionalität inklusive AMS- und GM-Modus. Zudem nutzt es einen leichteren Lithium-Ionen-Akku (1800 mAh) und ist spürbar kompakter und leichter.

 

In der Praxis überzeugt das FT-70D durch einen besseren und lauteren Lautsprecher. Wo liegen die Nachteile? Der Empfangsbereich ist eingeschränkter und es gibt kein optionales Batteriefach für AA-Batterien. Wenn Sie ausschließlich analog funken möchten, ist ein gebrauchtes FT-60R nach wie vor ein guter Deal. Wer jedoch digitale Funktionen nutzen möchte, greift definitiv zum FT-70D.

 

Im Vergleich zum Flaggschiff FT-5DR (dem aktuellen Top-Modell)

Beide Geräte leisten 5 Watt, meistern C4FM- sowie FM-Verbindungen hervorragend und bieten die AMS-Funktion. Das FT-5DR ist jedoch deutlich besser ausgestattet. Es bietet integriertes GPS und APRS, Bluetooth-Audio, einen microSD-Kartenslot für Sprachaufzeichnungen und Bildübertragungen via WIRES-X, Wasserschutz nach IP67, ein größeres Farbdisplay sowie den Channel Activity Monitor (CAM). Hinzu kommen eine längere Akkulaufzeit und ein optionales AA-Batteriefach.

 

Obwohl das FT-5DR im Vergleich zu älteren Modellen verbessert wurde, schneidet sein Lautsprecher im direkten Hörtest schlechter ab als der des FT-70D. Die Akkulaufzeit des FT-70D ist allerdings seine größte Schwachstelle. Sie ist kürzer als beim FT-5DR oder FT-3DR, weshalb die meisten Nutzer einen Ersatzakku dabei haben.

 

Weitere praktische Unterschiede

  • Größe und Haptik: Das FT-70D ist kompakt, liegt robust in der Hand und hat eine knackige Tastatur. Das FT-5DR ist etwas dicker und besitzt ein größeres Display.

  • Funktionen für Fortgeschrittene: Das FT-5DR glänzt bei Outdoor-Abenteuern, APRS-Tracking oder der professionellen WIRES-X-Kommunikation. Das FT-70D konzentriert sich auf die reine Sprachkommunikation und eignet sich hervorragend für Einsteiger.

  • Preis: Das FT-70D bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es wird weiterhin produziert, beherrscht den Digitalfunk und ist deutlich günstiger als das FT-5DR. Das FT-60R ist zwar am günstigsten, bietet aber eben nur Analogfunk.

 

Für wen lohnt sich das FT-70D?

Für die meisten Funkamateure ist es das ideale Einstiegsgerät in den Digitalfunk. Das FT-70D klingt hervorragend, ist robust und perfekt für den täglichen Einsatz oder Outdoor-Aktivitäten geeignet. Die Bedienung ist unkompliziert, sodass man sich nicht in verschachtelten Menüs verliert. Zudem gelingt die Verbindung zu System-Fusion-Relais und Hotspots ganz ohne komplizierte Einrichtung oder hohe Kosten.

 

Ein upgrade auf das FT-5DR lohnt sich im Grunde nur dann, wenn Sie gezielt Funktionen wie GPS, Sprachaufzeichnung, Bluetooth oder maximale Wasserdichtigkeit benötigen.

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