Insta360 Luna Ultra vs. DJI Osmo Pocket 4: Wer baut die beste Gimbal-Kamera?
DJI dominiert den Markt für Pocket-Kameras fast im Alleingang, echte Konkurrenten gibt es kaum. Die Osmo Pocket-Serie ist mittlerweile zur absoluten ersten Wahl für Vlogger, Reisende und Content Creator geworden.
Nun möchte auch Insta360 ein Stück vom Kuchen abhaben. Ihr neuestes Highlight ist die Insta360 Luna Ultra. Diese kürzlich vorgestellte Kamera zielt direkt auf die Nutzerschaft der Osmo Pocket ab. Hier erfahren Sie alles Wichtige aus dem Vergleichstest der beiden Kameras.
Um was für Kameras handelt es sich hier?
Bevor wir ins Detail gehen, schauen wir uns kurz an, was die beiden Geräte überhaupt auszeichnet.
Die DJI Osmo Pocket 4 ist die neueste kompakte Gimbal-Kamera von DJI. Sie besteht aus einem kleinen Handgriff mit einem integrierten, motorisierten Gimbal, der selbst beim Gehen oder bei viel Bewegung für flüssige und stabile Aufnahmen sorgt. Ausgestattet mit einem Touchscreen ist sie perfekt für alle, die hochwertige Videos drehen möchten, ohne schwere Ausrüstung mitschleppen zu müssen.
Die Insta360 Luna Ultra ist die erste dedizierte Gimbal-Kamera des Unternehmens, die in Zusammenarbeit mit der renommierten Kameramarke Leica entwickelt wurde. Laut Insta360 handelt es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Pocket-Kamera, sondern um ein in fast jeder Hinsicht optimiertes Premium-Modell. Sie wurde speziell für Creator entwickelt, die mehr Funktionen, maximale Flexibilität beim Filmen und eine höhere Bildqualität verlangen.
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Design und Verarbeitung
Das Design beider Kameras ist ähnlich, beide setzen auf ein kompaktes Gehäuse mit einer Gimbal-Kamera an der Spitze. Die Luna Ultra wartet jedoch mit einigen cleveren Features auf.
Die Luna Ultra ist mit einem abnehmbaren 2-Zoll-OLED-Touchscreen ausgestattet. Der Clou dabei ist, dass man den Bildschirm abnehmen und als Fernbedienung nutzen kann, und das bei einer Reichweite von bis zu 20 Metern. Für Solo-Creator ist das ein absoluter Gamechanger. Statt alle paar Minuten zur Kamera laufen zu müssen, um den Bildausschnitt zu überprüfen, genügt ein kurzer Blick auf die Fernbedienung in der Hand.
Die Osmo Pocket 4 besitzt ebenfalls einen 2-Zoll-OLED-Bildschirm, dieser ist jedoch fest am Gehäuse verbaut. Er lässt sich zwischen Quer- und Hochformat drehen, was den schnellen Wechsel zwischen horizontalen und vertikalen Videoaufnahmen erleichtert.
Beide Kameras sind extrem kompakt und leicht, sodass sie problemlos in die Hosentasche oder den Rucksack passen. Die Luna Ultra wiegt gerade einmal etwas mehr als 200 Gramm. Keines der beiden Geräte wirkt klobig, und genau das ist die große Stärke dieser Produktklasse.
Kameraspezifikationen und Videoqualität
Die Luna Ultra nutzt einen 1-Zoll-Sensor und kann 8K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Sie ist mit zwei Objektiven ausgestattet, einem Weitwinkelobjektiv mit einer f/1.8-Blende, was für eine gute Performance bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt, sowie einem dedizierten Teleobjektiv. Letzteres ermöglicht einen bis zu 12-fachen optischen Zoom, der einen 6-fachen verlustfreien Zoom beinhaltet.
Zudem unterstützt sie Dolby-Vision-Aufnahmen, 10-Bit-Videoerfassung und einen Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen. Dadurch kann sie enorm viele Details in den hellen und dunklen Bereichen einer Szene einfangen. Durch die Kooperation mit Leica profitiert die Luna Ultra zudem von Leicas Farbwissenschaft, die für die Erzeugung natürlicher, präziser und ästhetischer Farben bekannt ist.
Die DJI Osmo Pocket 4 ist ebenfalls eine hervorragende Kamera, in die die jahrelange Erfahrung von DJI in diesem Bereich geflossen ist. Sie punktet mit einer starken Stabilisierung und Bildverarbeitungstechnologie. Allerdings verfügt die Standardversion der Osmo Pocket 4 nur über ein einzelnes Objektiv.
Es ist erwähnenswert, dass DJI voraussichtlich in den kommenden Wochen eine Pocket 4 Pro mit einem Dual-Kamerasystem auf den Markt bringen wird, was den direkten Vergleich noch spannender machen dürfte. Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Luna Ultra dank ihrer zwei Kameras jedoch bereits die Nase vorn.
KI- und Tracking-Funktionen
Die Luna Ultra nutzt die "Deep Track 5.0"-Technologie von Insta360 zur Motivverfolgung. Diese Funktion sorgt dafür, dass die Kamera Personen oder Objekten im Bild automatisch folgt. Darüber hinaus unterstützt sie Features wie dynamisches Zoom-Tracking und intelligentes Framing, wodurch der Bildausschnitt automatisch angepasst wird.
Die Osmo Pocket 4 greift auf das bewährte ActiveTrack-System von DJI zurück, das über mehrere Produktgenerationen hinweg kontinuierlich optimiert wurde. Beide Systeme funktionieren ähnlich, man richtet die Kamera auf das Motiv, tippt zum Fixieren auf den Bildschirm, und die Kamera hält das Motiv bei jeder Bewegung im Fokus.
Zudem bietet die Luna Ultra eine direkt integrierte Unterstützung für Funkmikrofone, das heißt, sie wurde von Grund auf für das nahtlose Zusammenspiel mit kabellosen Mikrofonen konzipiert.
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Speicher und Akku
Die Luna Ultra verfügt über einen internen Speicher von 47 GB und unterstützt microSD-Karten mit bis zu 1 TB. Insta360 gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 4 Stunden an.
Die Pocket 4 bietet einen tatsächlich nutzbaren internen Speicher von 107 GB und lässt sich ebenfalls per microSD-Karte um bis zu 1 TB erweitern. Die Akkulaufzeit liegt ebenfalls bei etwa 4 Stunden.
Verfügbarkeit
Die Luna Ultra ist ab sofort im Handel erhältlich und kostet in Europa ab 729 Euro, wobei die Farben Weiß und Schwarz zur Auswahl stehen. Die DJI Osmo Pocket 4 liegt im Vergleich dazu bei 499 Euro.

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